IndustriAll Europe begrüßt den am 6. Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten. Die Vereinbarung zeigt auch, dass die “Flexibilität” am Arbeitsplatz nicht nur von den Arbeitgebern, sondern auch von den Arbeitnehmern festgelegt werden sollte. Es gibt drei Hauptausleinen aus der Vereinbarung, die sich auf Löhne, Arbeitszeit und den so genannten Tariflohnzuschlag beziehen. Im Interesse des ununterbrochenen Waren- und Dienstleistungsverkehrs werden Anstrengungen unternommen, um Die Arbeitskonflikte auf ein unvermeidbares Minimum zu beschränken. Um Arbeitskampfmaßnahmen zu vermeiden, können die Verhandlungsparteien gemeinsame Streitbeilegungsgremien durch Tarifverträge (gemeinsame Streitbeilegungsvereinbarungen) einrichten, an die sie ihre Interessensstreitigkeiten verweisen. Kommt die Kammer nicht zu einem Kompromissvorschlag oder wird der Vorschlag von beiden Seiten nicht angenommen, gilt das Verfahren als erfolglos ausgeschöpft, die Friedensverpflichtung erlischt und kann mit Arbeitskampfmaßnahmen begonnen werden. Wenn sich die Parteien auf einen Kompromiss einigen, gilt er als neuer Tarifvertrag.

Obwohl die IG Metall signalisierte, dass sie an Gesprächen über eine Reform der konfliktträchtigen Tarifverhältnisse in der Metallindustrie interessiert sei, lehnte ihr Vorsitzender Klaus Zwickel Vorschläge zur Änderung der gemeinsamen Abwicklungsverfahren und zur Einsetzung eines unabhängigen Beratungsausschusses als kontraproduktiv für den Eintritt in eine neue Form der Partnerschaft ab. Die IG Metall habe Streiks immer nur als letztes Mittel genutzt. Der Begriff Arbeitskampf bezieht sich auf eine Situation, in der die Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite kollektive Maßnahmen ergreift, um Druck auf die andere Tarifpartei auszuüben, um ihre Ziele zu erreichen. Der Begriff wird oft synonym mit Arbeitskampf verwendet. Zu den Formen von Arbeitskampfmaßnahmen gehören Streiks von Arbeitnehmern, Aussperrungen durch Arbeitgeber und Boykottmaßnahmen. Arbeitskampfmaßnahmen lassen sich in drei Dimensionen messen: Es ist umstritten, ob Arbeitskampfmaßnahmen als Mittel der Zwangse für den Abschluss eines Tarifvertrags notwendig sind und ob ihre Verfügbarkeit eine notwendige Voraussetzung für freie Tarifverhandlungen ist. Einige argumentieren, dass Streiks nur Unfälle in fehlerhaften Verhandlungen sind oder existieren, um zu zeigen, dass die Waffen der Gewerkschaften nicht rostig werden. Andere argumentieren, dass das Recht auf kollektives Handeln voraussetzt, dass die Sozialpartner ein Gleichgewicht der Verhandlungsmacht herstellen und aufrechterhalten können, indem sie zu Arbeitskampfmaßnahmen greifen. Wieder andere argumentieren, dass Streiks als Filter- und Informationsmechanismen dienen, bei denen die Gewerkschaft Informationen über die Gewinne des Arbeitgebers erhält und der Arbeitgeber Informationen über die Militanz der Gewerkschaften erhält.

Infolgedessen werden sich profitablere Arbeitgeber schneller absetzen, was höhere Lohnerhöhungen für die Gewerkschaften impliziert, während niedrige Profitniveaus zu langen Streiks und niedrigen Siedlungen führen werden.